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Familiärer Darmkrebs - bin ich betroffen?

Veröffentlicht: Dienstag, 26. Mai 2015 11:58

Breite Bürgerinformation zum „Familiären Darmkrebs“

 

In der Praxis sieht es so aus, dass viele Menschen mit familiärem Darmkrebsrisiko nichts von ihrem erhöhten Risiko wissen. Die Folge ist, dass Darmtumoren bei ihnen oft erst erkannt werden, wenn sie schon weit fortgeschritten und nur noch aufwändig behandelbar oder nicht mehr heilbar sind.

Hier ist eine Lücke im Versorgungssystem: Durchschnittlich belastete Menschen haben einen gesetzlichen Anspruch auf ein Aufklärungsgespräch und einen jährlich durchzuführen­den Stuhltest ab dem Alter von 50 Jahren und können mit 55 Jahren eine Vorsorgedarmspiegelung durchführen lassen. Menschen mit familiär bedingtem Darmkrebsrisiko müssen wesentlich früher mit der Darmkrebsvorsorge beginnen.

Um Familien mit erhöhtem Darmkrebsrisiko zu schützen, müssen sie die Möglichkeit zum frühzeitigen Erkennen des erhöhten Risikos und zur Inanspruchnahme risikoangepasster Vorsorgemaßnahmen erhalten.

In einer Informationsveranstaltung wird das Aktionsbündnis „BARUM gegen Darmkrebs“ die Bürger der Region umfassend über das Problem „Familiärer Darmkrebs“ aufklären. Die Informationsveranstaltung wendet sich an Betroffene und deren Angehörige aber auch an alle interessierten Bürger.

Als Referent wird Prof. Dr. Ulrich Mansmann von der Ludwig-Maximilian-Universität in München die Bürger vor Ort über die Möglichkeiten informieren, ein familiäres Risiko für Darmkrebs zu erkennen um durch rechtzeitige Vorsorge das Auftreten von Darmkrebs zu verhindern oder einen bereits aufgetretenen Darmkrebs frühzeitig zu entdecken und zu heilen.

„Gerade Krebs wird oft nicht in einem familiären Zusammenhang, sondern als Einzelerkrankung gesehen", sagt Professor Ulrich Mansmann, Koordinator einer aktuellen Studie zum familiären Darmkrebs mit dem Titel „Familien schützen & stärken“. „Wir wissen aber, dass gerade die engen Verwandten eines Darmkrebs-Patienten ein erhöhtes Risiko tragen und früher erkranken. Diese Menschen sollen künftig durch gezielte Aufklärung und Beratung über geeignete Vorsorgemaßnahmen geschützt werden.“

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 29.08.2015, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr, auf dem Gelände des Werner Forßmann Krankenhauses in Eberswalde statt. Neben den Informationen zum familiären Darmkrebs werden weitere Vorsorgeempfehlungen und die Möglichkeit zum Gesundheitscheck vor Ort gegeben.