Stuhlbluttests

Welche Stuhlbluttests gibt es und welche sind zu empfehlen?

Chemische Tests (GUAJAK-Test): Sie sind seit Jahrzehnten am Markt, sehr preiswert und gut evaluiert, d.h. sie haben ihre Wirksamkeit in großen Studien unter Beweis gestellt. Allerdings sind sie bezüglich Empfindlichkeit (Sensitivität) und Genauigkeit (Spezifität) weniger aussagefähig als die neueren immunologischen Testverfahren. Diese chemischen Stuhlbluttests werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen.

Immunologische Tests: Sie sind etwas teurer als die chemischen Tests. Da es noch keine so großen Untersuchungskollektive gibt wie bei den chemischen Tests, werden sie derzeit von den GKV nicht erstattet, Bemühungen hierzu laufen.

Aus den vorliegenden Berichten ist ersichtlich, dass die meisten Organisationen bei ihren Darmkrebs-Aktionen einen immunologischen Test verwenden. Auch die Stiftung LebensBlicke empfiehlt den Einsatz immunologischer Stuhlbluttests.

Einige der Firmen, die immunologische Tests herstellen bzw. vertreiben, bieten einen besonderen Service für Unternehmensaktionen.

Für alle Stuhlbluttests gilt: Krebsvorstufen und Tumore bluten nur zeitweise und das eventuell vorhandene Blut ist nicht homogen im Stuhl verteilt. Deshalb ist es wichtig, die Stuhlprobenentnahme an drei verschiedenen Stellen vorzunehmen und jährlich zu wiederholen. Die Sensitivität, also die Wahrscheinlich, eine Krebsvorstufe oder Krebs im Frühstadium zu entdecken, nimmt dadurch erheblich zu.

Abgabe und Auswertung der Stuhlbluttests

Falls sich aus dem persönlichen Fragebogen ergibt, dass der betreffende Mitarbeiter einen Stuhlbluttest machen sollte, muss es sehr einfach für ihn sein, diesen Stuhlbluttest zu erhalten, falls er dies möchte, auch anonym. Dies kann entweder durch das Unternehmen direkt erfolgen oder aber über einen Gutschein, den der Mitarbeiter erhält und an den Testhersteller schickt.

Die Auswertung des Stuhlbluttests erfolgt am einfachsten beim Testhersteller, der auch den Mitarbeiter über das Ergebnis informiert. Das Ergebnis des Stuhlbluttestes geht grundsätzlich nur dem jeweiligen Mitarbeiter zu. Es ist wichtig, dass die absolute Diskretion und Datensicherheit bei den Mitarbeitern bekannt sind.

Falls das Testergebnis positiv (Blut im Stuhl gefunden) ausfällt, sind die folgenden Punkte wichtig. Die Testhersteller, die auch die Auswertung anbieten, berücksichtigen diese Empfehlungen.

● Der betroffene Mitarbeiter wird ausführlich informiert und darauf hingewiesen, dass ein positiver Test nicht gleich bedeutend mit einer Krebserkrankung ist. Es gibt auch andere Ursachen für Blut im Stuhl. Gleichzeitig wird ihm geraten, die konkrete Ursache für den positiven Test unbedingt durch eine Darmspiegelung abklären zu lassen. Dieser Hinweis ist wichtig, denn manche Hausärzte lassen den Patienten nach einem positiven Testergebnis den Test wiederholen. Ist dieser negativ, erfolgt keine Überweisung zur Darmspiegelung. Dieses Vorgehen entspricht nicht der ärztlichen Leitlinie.

● Wichtig ist, dass in dem Schreiben dem Betroffenen eine sofortige ärztliche Beratungsmöglichkeit angeboten wird, z.B. durch den Betriebsarzt, gegebenenfalls auch durch den Hausarzt.

● Der Mitarbeiter erhält den positiven Laborbescheid deshalb nicht am Ende der Arbeitswoche (da sie oder er sich am Wochenende keinen medizinischen Rat holen kann), sondern ausschließlich an Wochentagen, an denen eine direkte medizinische Beratung möglich ist. Abweichende Vorgehensweisen sind möglich, wir beraten Sie gerne dazu.

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